Angst vor dem Zahnarzt? So durchbrechen Sie den Teufelskreis

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Panik vor der Spritze, vor den Schmerzen, vor den Bohrgeräuschen und vor dem Kontrollverlust: Es gibt viele Gründe, warum Menschen sich vor einem Zahnarztbesuch fürchten.
Diese Angst ist keine Seltenheit und kann dazu führen, dass Menschen den Termin immer wieder verschieben und notwendige Untersuchungen und Behandlungen vermeiden.
Doch das verschlimmere die Situation nur, so Romy Ermler, Präsidentin der Bundeszahnärztekammer. Denn oft entsteht dadurch ein Teufelskreis: Kleine Schäden bleiben unbehandelt, Beschwerden nehmen zu, der Therapiebedarf steigt - und damit die Angst vor dem nächsten Besuch. Bleibt Karies unbehandelt, können nicht nur Zahnschmerzen und Parodontose entstehen.
Mit der Angst umgehen
Klar, so eine Angst ist keine bewusste Entscheidung. Die gute Nachricht ist, sie kann überwinden werden. Wichtig dafür ist aber, offen mit ihr umzugehen - am besten spricht man seine Angst schon bei der Terminvereinbarung an. Denn so gibt man dem Praxisteam die Chance, darauf einzugehen, so Ermler, die auch Vorstandsvorsitzende der Initiative proDente ist.
Je nachdem wie ausgeprägt die Angst ist, könne vor einer Behandlung zunächst ein Gespräch hilfreich sein, bei dem Patienten die Praxis und das Team kennenlernen können.
Klare Vereinbarungen treffen
Entscheidend sind Ermler zufolge positive Erfahrungen. Haben Patienten das Gefühl, ihre Angst wird ernst genommen, kann dies das Vertrauensverhältnis zum Zahnarzt stärken. Dabei kann es unter anderem helfen:
- wenn es klare Absprachen gibt
- Behandlungsschritte vorab besprochen werden
- Arzt und Patient ein Stopp-Zeichen vereinbaren
- Pausen eingelegt werden
Denn so haben Patienten das Gefühl, die Kontrolle zu behalten. Auch ruhiges Atmen, Muskelentspannung oder vertraute Musik können eine positive Wirkung haben. Die Angst wird nicht sofort verschwinden, aber der erste Schritt ist wichtig, damit so eine Phobie Vorsorge und Behandlungen nicht verhindert.
Übrigens: Dentalphobie, wie die ausgeprägte Zahnbehandlungsangst genannt wird, ist ein anerkanntes Krankheitsbild. Wer eine starke ausgeprägte Angst hat, kann sich psychotherapeutische Unterstützung holen, so Ermler. Besonders bewährt habe sich die Verhaltenstherapie, bei der Betroffene sich schrittweise angstauslösenden Situationen nähern.
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(07.10.2026)
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